Kaarster Stadtgeschichte auf den Weg gebracht

Wir lassen uns gerne in die Karten schauen!

Wir lassen uns gerne in die Karten schauen!

Die Büttgener Bahnstraße in den 1970er-Jahren. Bis Ende der 1950er-Jahre befanden sich hier die Stallungen des Pampushofes. Weiterlesen …

Die Büttgener Bahnstraße in den 1970er-Jahren. Bis Ende der 1950er-Jahre befanden sich hier die Stallungen des Pampushofes.

Die Geschichte, die Geographie, Persönlichkeiten einer Stadt lassen sich täglich ablesen an ihren Straßennamen

Die Kaarster Straßennamen führen uns auf Schritt und Tritt durch die Geschichte unserer Stadt. Straßennamen sind, wie der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Büttgen, Eduard Klüber, meint: „Urkunden besonderer Art, denen bei der Erforschung der geschichtlichen Vergangenheit unserer Heimat eine beachtenswerte Bedeutung zufällt“. (Klüber: Flurnamen und ihre Bedeutung, S. 5) 

So bleiben z.B. durch Bebauung fortgefallene historische Flur- und Gewannbezeichnungen (Ackerstreifen) erhalten (Huppelpesch), wir werden an alte Bauernhöfe (Pampushof) erinnert, die Ortsnamen der alten Kaarster Bruchransiedlungen (Hinterfeld, Broicherseite) und der durch Rodung entstandenen Büttgener Ortsteile (Rottes) bleiben erhalten, die Erinnerung an verstorbene Persönlichkeiten (Hermanni, Keller, Haas, Grootens, Bergerfurth, Dr. Grüter, Klüber, Möllmann) wird wach gehalten und die Verdienste von Persönlichkeiten aus Geschichte und Wissenschaft werden gewürdigt (Adenauer, Max Planck).

Wenn wir uns mit Straßennamen befassen, erfahren wir etwas über unsere Partnerstadt (La Madeleine), über unsere frühere Partnergemeinde (Lichtenvoorde) und über die Stadt, mit der wir eine Städtefreundschaft (Perleberg, Prignitz) unterhalten.

Jan von Werth begegnet uns an mehreren Stellen im Stadtgebiet (Benatek, Vynhoven, Raitz von Frentz), Kirchengeschichte wird lebendig (Pfarrpatrone Martinus, Aldegundis), wir werden an alte Berufe erinnert (Flachsbleiche / Weber; Ringofen / Ziegelbäcker), ...

Fragen nach der Bedeutung der Straßennamen, nach dem Anlass oder dem Grund der Benennung sowie nach dem Zeitpunkt der Benennung werden häufig an Stadtarchive gerichtet.

Befassen wir uns zurzeit mit den aktuellen Namen, so ist es natürlich genauso wichtig, sich mit den durch Umbenennungen untergegangenen Straßennamen auseinander zu setzen, die zum Teil mit einer deutlich erkennbaren Problematik behaftet sind (Straßenbezeichnungen aus der NS-Zeit)

Im heutigen Stadtgebiet von Kaarst gibt es 529 Straßen, Wege und Plätze. (23.11.2015)

Zum Zeitpunkt der kommunalen Neugliederung (01.01.1975) 423 <ehemalige Gemeinde Kaarst 193 / ehemalige Gemeinde Büttgen 230>.

1856 gab es in Kaarst 40 Wege, davon waren 3 ausgebaut, und in Büttgen 47 Wege, von denen 4 ausgebaut waren. Alle anderen Wege waren unbefestigt. (Kirchhoff: Geschichte der Stadt Kaarst, S. 329 f.)

Ihre Kaarster Wegeforscher

 

Neuigkeiten

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weiterlesen …